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Was ist Breitband – eine kurze Definition

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Begriff Breitband zu definieren. Die naheliegendste ist, es als ein Übertragungsmedium zu bezeichnen, über welches ein Benutzer Daten unterschiedlichster Art senden und empfangen kann. Dies kann es viel eleganter als beispielsweise die Sprache, denn Sprache ist lediglich eine Kommunikationsform, Breitband hingegen ist ein Kanal, der mehrere Kommunikationsformen ermöglicht. Neben dem gesprochenen Wort auch die Schrift, dazu noch das Bild und das Bewegbild, also Video, mit all seinen Varianten. Als Besonderheit erfolgt die Übertragung in digitaler Weise, so daß sämtliche Inhalte in Datenform vorliegen und sich bei Bedarf auch computerunterstützt weiterverarbeiten lassen. Breitband ist in der Lage, all diese Inhalte über eine einzige Verbindung in ausreichend hoher Geschwindigkeit zu übertragen.

Im Vergleich mit einer Wählverbindung läßt sich der Unterschied deutlich machen. Während eine Telefonleitung die Menge an übertragbarer Information mit üblicherweise 56 kbit pro Sekunde limitiert, erlauben breitbandige Internetanbindungen leicht das 40fache und weitaus mehr. Erst damit wird das Zusammenfassen aller Daten auf einem Kanal ermöglicht und bietet neben dem bequemeren Umgang mit den bisher genutzten Kommunikationsformen auch ganz neue Anwendungen. Etwa das Spielen über Internet, das Telefonieren mit Bild (Videotelefonie) oder das Arbeiten von zuhause aus per Telearbeitsplatz.

Welche Bandbreite eine Breitbandanschluß haben soll oder muß, um als solcher bezeichnet zu werden, ist nicht exakt definiert. Sicher sind 2 Mbit/s ein guter und allgemein anerkannter Wert. Letztendlich ist eine Anbindung, ganz unabhängig von ihren technischen Daten, aber entweder ausreichend schnell für die jeweilige Anforderung - oder eben zu langsam.

So können auch 20 Mbit pro Sekunde notwendig sein, wenn etwa Videodaten (Streams) übertragen werden sollen, ohne daß es zu Störungen und Aussetzern kommen soll. Und selbst dieses Volumen ist für manche Zwecke noch zu gering, dort beispielsweise, wo ein Server Daten mit hoher Geschwindigkeit an viele Benutzer in Echtzeit liefern soll. Hier wird wohl eher 100 Mbit/s oder auch 1 Gigabit/s verlangt.

Für die Masse der privaten Anwender ist Breitband üblicherweise aber gleichbedeutend mit dem DSL-Anschluß ins eigene Haus, worunter natürlich auch die Internetangebote der Kabelanbieter fallen. Dort werden TV-Signal, Telefonie und Internet gebündelt und dem Kunden zur Verfügung gestellt.

Heutzutage hat fast jeder Haushalt Breitband-Dienste. Zu einer Zeit, als das Internet noch nicht so weit verbreitet und ausgebaut war, gaben sich die Menschen jedoch auch mit schmalbandigen Wählverbindungen zufrieden, die für das Abrufen von E-Mails und Surfen auf Webseiten ausreichend waren. Doch der Bedarf an ständig steigenden Bandbreiten ist seitdem ungebrochen und wird es sicher auch für die nächsten Zeiten nicht sein. Der Ruf nach mehr Bandbreite ist ebenso zur Norm geworden wie derjenige nach mehr Speicherplatz und nach schnellerer Rechenleistung. Breitband wird also weiter wachsen.


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