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Glasfaser – das Medium der Zukunft

Mittlerweile werden die überall genutzen Kupferkabel vielerorts bereits durch Glasfasern ersetzt. Sie bieten neben ihrer Leistungsfähigkeit den weiteren Vorteil ausgesprochen langer Wegstrecken, über die sie ihre Signale verlustfrei transportieren können. Darum werden sie üblicherweise auch in den Backbones der Datennetze eingesetzt, die das Rückrat der Kommunikationsstruktur bilden.

Drei Arten von Glasfasern, auch Lichtwellenleiter genannt oder abgekürzt LWL, kommen am häufigsten zum Einsatz: Single-Mode-, Multimode-und Kunststoff-Lichtwellenleiter.

Glasfaser bieten eine Datenübertragung in Hochgeschwindigkeit an, mit Bandbreiten, die ausreichend dimensioniert sind, daß auch große Kapazitäten etabliert werden können. Die Reichweite eines Lichtwellenleiters kann mehr als hundert Kilometer betragen, bevor das darauf transportierte Signal erneut verstärkt werden muß. Ihre Resistenz gegen elektromagnetische Störungen, etwa Funkwellen oder in der Nähe befindliche Kabel stellt ein weiteres Plus war.

Bei der Glasfaser-Technologie werden Lichtimpulse für die Datenübermittlung verwendet, wobei der Grundsatz der "Totalreflexion" zur Anwendung kommt. Das Licht bleibt innerhalb der Faser, wenn der Winkel nicht ausreicht, um es am Rand zu durchbrechen. So wird das Lichtsignal immer weiter innerhalb des Kabels nach vorne transportiert, ohne daß Licht an den Seiten entweichen und das Signal abschwächen kann. Auf Basis dieses einfachen Prinzips erreicht der Lichtwellenleiter seine hohe Leistungsfähigkeit.

Verglichen mit anderen Kabelarten sind Lichtwellenleiter deutlich kleiner und leichter. Sie sind darüber hinaus auch einfacher in ihrer Handhabung und Installation, so können sie beispielsweise in jeder Art von Boden verlegt werden, da sie nicht korrodieren. Auch können ihnen Gase nichts anhaben. In Flugzeugen werden Glasfaserkabel als Datenleitungen eingesetzt, da hier nicht die Gefahr einer Funkenbildung besteht, wenn ein Kabel beschädigt ist. So sind Brandgefahr und die Möglichkeit einer elektrischen Entladung nicht gegeben.

LWL-Kabel bestehen aus transparentem Glas oder aus Kunststofffasern, durch die hindurch das Licht mit minimalen Verlusten geleitet werden kann. Single-Mode-Glasfasern erreichen eine höhere Übertragungsrate und sindfür lange Distanzen geeignet, wohingegen Multimode-Kabel mit deutlich höherer Bandbreite auf kürzeren Wegstrecken Vorteile bieten.

Der kommerzielle Einsatz von Glasfasern begann im Jahr 1977, seitdem wächst die Zahl der im Einsatz befindlichen Leitungen kontinuierlich Heutzutage basieren die Infrastrukturen der Telekommunikationsanbieter im Regelfall auf Glasfaser-Technologie, etwa für den Betrieb ihrer Backbones und die Fernverbindungen zwischen den Metropolen. Aber auch bei kleineren Strecken und sogar in lokalen Netzen (LAN) gewinnen Glasfaserleitungen zunehmend an Bedeutung.


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