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Was bedeutet eigentlich Megabit?

Im Themenbereich Internet wimmelt es, ganz wie sonst in der Computerbranche, von Fachbegriffen und technischen Bezeichnungen. Megabit ist ein solcher, und er taucht im Zusammenhang mit der Anbindung an das Internet häufiger auf. Was also ist ein Megabit?

Leicht zu erkennen anhand des Wortteils Mega ist, daß es sich um eine Mengenangabe handelt. Megajoule, Megatonnen, Megawatt sind weitere Beispiele und sie bezeichnen jeweile eine Million Stück der jeweiligen Einheit. Damit ist schon einmal klar, daß ein Megabit nichts weiter als eine Million einzelner Bits ist. Doch was aber ist ein Bit?

Eigentlich geht es bei der Datenübertragung nicht um das Bit sondern um das bit/s, also um eine Anzahl an Bit pro Zeiteinheit. Man betrachtet also eine Menge an Bits innerhalb eines Zeitraums. Dies macht die Situation auf den ersten Blick nicht unbedingt übersichtlicher, doch wirklich kompliziert ist alles ist:

Gemessen wird mit dem Megabit pro Sekunde die Anzahl an Bits, die pro Sekunde über eine Datenleitung hindurch transportiert werden können. Da ein Bit die kleinste mögtliche Informationseinheit bei Computern ist, vergleichbar mit dem Atom in der Naturwissenschaft (sofern man davon absieht, daß mittlerweile bekannt ist, daß auch das Atom selbst sich wiederum aus einzelnen Bestandteilen zusammensetzt, was die alten Griechen aber noch nicht ahnten, denn sonst hätten sie das Atom nicht Atom (griechisch: atomos = "unteilbar") genannt. Das Bit hingegen ist defintiv die kleinste Informationseinheit, man spricht auch von den möglichen Werten 1 und 0).

Die gebräuchlichsten Einheiten sind

bit/s (bit/s) = Bit pro Sekunde

Kilobit/s (kbit/s) = Tausend Bit pro Sekunde

Megabit/s (Mbit/s) = Millionen Bit pro Sekunde

Gigabit/s (Gbit/s) = Milliarden Bit pro Sekunde

Terabit/s (Tbit/s) = Billionen Bit pro Sekunde

Ist mit 100 Megabit die maximal mögliche Bandbreite erreicht?

Die maximale Bandbreite einer Standleitung im Internet ist bei 100 Mbit pro Sekunde noch lange nicht erschöpft. Leitungen mit mehreren hundert Mbit/s bis in den Gigabit-Bereich (also Gbit/s) sind ebenso möglich wie die kleineren Varianten mit beispielsweise 5mbit, 10mbit oder beliebige Zwischenwerte.

Welche Bandbreite an einem Standort tatsächlich möglich ist, hängt viel weniger von dem individuellen Ort ab, an dem die Standleitung aufgebaut werden soll, als zumeist vom Anbieter, der in der Lage sein muß, eine entsprechend hohe Bandbreite realisieren zu können.

Technisch sind beliebig hohe Bandbreiten an jedem Standort in Deutschland realisierbar - allerdings nicht von jedem Provider sondern oftmals nur von einem Carrier mit eigener deutschlandweiter Netzwerkinfrastruktur. Und nicht zuletzt entscheidet über die Beauftragung einer solchen breitbandigen Internetanbindung letzlich auch der Preis.

Welche Bandbreite brauche ich?

Kaum ein Thema beschäftigt den Internetnutzer so nachhaltig wie die Diskussion um die Bandbreite. Welche Bandbreite ist für meinen Einsatzzweck die richtige? Wie ist die maximale Bandbreite an meinem Standort? Was kosten mich die verschiedenen Varianten? Wird meine Bandbreite irgendwann ausgebaut?

Tatsache ist, dass sowohl Privathaushalte als auch Firmen noch immer in vielen Fällen über eine zu geringe Bandbreite an ihrem Standort klagen. In erster Linie werden bei Privatpersonen DSL-Dienste zum Einsatz kommen. Und dort gibt es mittlerweile Leitungen mit 16Mbit/s und sogar im High-Speed-Bereich 50Mbit/s und 100Mbit/s. Theoretisch allerdings nur, denn es handelt sich in jedem Falle bloss um in der Theorie erreichbare maximal mögliche Werte der übertragungsgeschwindigkeit. Der reale Wert im Alltagsbetrieb liegt zumeist deutlich darunter. Wer die Rechtstexte der DSL-Anbieter studiert (Sternchentexte), der wird es dort auch lesen: Es handelt sich ausnahmslos um Höchstwerte. Diese haben zumeist noch weniger Aussagekraft als der im Autoprospekt angegebene Benzinverbrauch, sprich: Als Internetuser kann man sich getrost von der Vorstellung verabschieden, dass man dauerhaft von solchen Traumwerten im Download und Upload profitieren könnte.

Doch auch ohne diesen Marketing Kunstgriff sind die im Alltagsbetrieb erzielten Bandbreiten für viele Anwender durchaus ausreichend. Doch in manchen Fällen leider auch nicht. Dort werden entweder grundsätzlich höhere Internet-Bandbreiten benötigt oder die angelieferte Datenrate am Standort ist stark schwankend oder dauerhaft zu niedrig, so dass ein vernünftiges Arbeiten unmöglich wird. Die sogenannten DSL light Anschlüsse sind ein gutes Beispiel dafür, dass in der Praxis oft eben nur ein Bruchteil von der angekünftigen Datenbandbreite auch tatsächlich beim User ankommt. Bei einem light-Produkt läßt sich der DSL-Anbieter vertraglich zusichern, dass der Kunde mit der stark reduzierten übertragungsgeschwindigkeit einverstanden ist. Dem Kunden bleibt oft keine Wahl, denn ihm sind keine Alternativen bekannt. Und mit einer echten digitalen Standleitung, die dieses Problem aus der Welt schaffen und den Standort mit nahezu unbegrenzter Mbit-Leistung ausstatten würde, können Privatpersonen schon aus Budgetgründen wenig anfangen. Für Firmen wiederum ergeben sich mittlerweile im professionellen Segment Alternativen: Business Anbieter können die Bandbreiten beliebig skalieren und sichern diese für den laufenden Betrieb auch zu, so dass der Kunde eine Gewähr über die Leistungsfähigkeit seiner Standleitung hat.

Welche Bandbreite sollte man aber mieten? Schließlich kosten selbst die günstigen DSL-Anbindungen jeden Monat Geld. Und für etwas, was man gar nicht braucht, sollte man nicht bezahlen. In eine Leitung wiederum, die aus Performacegründen ihren Zweck nicht erfüllt, ist das Geld gleichermaßen falsch investiert. Für den Privathaushalt gilt: Angebote vergleichen, das Kleingedruckte lesen, sich nicht auf allzu lange Laufzeiten einlassen, im Internet nach Testberichten umsehen und bei den Nachbarn in der Strasse fragen, welche DSL-Produkte dort mit welcher Geschwindigkeit und Qualität laufen. Es nützt ihnen nämlich gar nichts, wenn im Nachbarort DSL wunderbar funktioniert, wenn bei ihnen in der Seitenstrasse die Probleme auftreten, weil die Entfernung für das DSL-Signal zu groß ist. Professionelle Nutzer haben es einfacher. Mit dem richtigen Business Provider als Partner können sie sich auf eine gute Standleitungsanbindung hoffen, und dass in einer Qualität, von der DSL-Kunden nur träumen können.


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