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Überbuchung bei DSL

Häufig bieten Provider die Vorzüge ihrer DSL- und SDSL-Dienste an und verschweigen dabei, dass es sich bei den angegebenen Übertragungswerten um theoretische Maximalwerte handelt und dass diese im alltäglichen Einsatz faktisch nicht erreicht werden können. Dies ist für den Kunden und Nutzer ausgesprochen ärgerlich, insbesondere dann, wenn er eine deutlich höhere Bandbreite für seine Anwendung einkalkuliert hat als er später erhält. Ein Grund hierfür liegt in der sogenannten Überbuchung. Ist eine DSL-Leitung in der Lage, 16 Mbit/s zu übertragen, wenn sie isoliert betrachtet wird, so kommen bei gleichzeitiger Nutzung von dutzenden oder gar hundertenvon Anschlüssen diese maximale Leistung nicht allen Teilnehmern zugute, weil ein entsprechendes Vielfaches an Bandbreite innerhalb der Leitung gar nicht existiert. Aus Kostengründen werden für hundert Teilnehmer nicht einfach die hundertfache Menge an Leistung vorgehalten. Da üblicherweise lediglich ein Bruchteil zugleich aktiv sind, reichen auch sehr viel geringere Bandbreiten aus, um dem einzelnen Benutzer das Gefühl zu geben, mit hoher Geschwindigkeit das Internet nutzen zu können. Sollten dann allerdings weitere Anwender hinzukommen, verringert sich die Leistung für jeden einzelnen immer weiter. Aus Gründen der Gewinnmaximierung befinden sich nicht selten dreißigfach oder hundertfach mehr Anschlüsse an solchen Anbindungen, als die Bandbreite rein rechnerisch hergeben würde. Im Vergleich dazu hat der Nutzer mit einer garantierten Bandbreite genau dieses Problem nicht – dort kann er sich vertraglich (und technisch natürlich) auf die ihm zugesicherte Menge an Leistung berufen.


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